Programmvorschau
Januar 02
Eröffnung der Saison: (G)Lokale Spiele
Vortrag von Dr. jur
Andreas L. Paulus
zum Thema Globalisierung
und Völkerrecht
Institut für Völkerrecht
der Ludwig Maximilians Universität München
Klanginstallation
radiopqrstuvw
Michel Chevalier
Das Schaffen des 1967 in
Washington D.C. geborenen Musikers und Künstlers Michel
Chevalier ist weit gefächert. Ursprünglich aus der punk- und
alternativen Musikszene stammend, arbeitet Chevalier neben seiner
Musikertätigkeit in der Gruppe Inning heute in den
Bereichen Klanginstal-lation, Experimentalfilm und Performance.
Er zeigte seine Arbeiten auf zahlreichen großen Festi-vals und
Ausstellungen im In- und Ausland und kuratiert seit 2000 die
Veanstaltungsreihe 12-18 mit Ausstellung und
Performances in alternativen Musik-Clubs. Michel Chevalier
arbeitet und lebt in Hamburg.
radiopqrstuvw
eine 16 Meter lange, auf dem Boden liegende Metallfeder wird über
einen bewegliches Ventil eines Gasdruckbehälters in Bewegung
versetzt. Die entstehende Wellenbewegung wird Rauschen in
Transistorempfängern hörbar gemacht. radiopqrstuvw
verbindet elektromagnetische und me-chanische Wellen über
Kontaktmikrophone, einen Piratensender und eine Vielzahl von
Transistor-radios. Damit gelingt Chevalier der Brückenschlag
zwischen der physischen Verortung eines Ob-jektes und seiner
immateriellen Spuren im offenen Raum des Äthers. Auf ebenso
verspielte, wie exemplarische Weise treten so die möglichen Bezüge
lokaler Ereignisse und deren zumindest ten-denziell globale
Wirkungen zu Tage.
Freitag, 18.01.02
Dienstag, 22.01.02, jeweils 20.30 Uhr
Nachklang
Klanginstallation radiopqrstuvw von Michel Chevalier
Donnerstag, 24. Januar
2002, 20 Uhr
DRIFT
Hörstück von Werner
Cee
8-Kanal Version
Einführung von Dr. Christoph Buggert, Leiter der Abteilung Hörspiel und Produktion Hör-funk im Hessischen Rundfunk
Der Komponist und Soundscaper
Werner Cee schreibt zu seinem Werk: Verkünder des "neuen"
Weltbildes versorgen uns täglich mit "Erkenntnissen"
in Form neuer, verfeinerter Messergebnisse und deren
statistischer Auswertung. Ein sich ständig weiter steigernder
Machbarkeitswahn be-schert uns eine neue Vision des Paradieses
auf Erden: die einer künstlich reproduzierten Welt.
So dienen dem Komponisten als Ausgangsmaterial vom Chor gesungene
und im Studio bearbeite-te Klangflächen, vokale Landschaften. In
der Komposition schichten sich die Flächen übereinan-der; die
Qualität der Schichtungen reicht dabei vom Opaken über das
Halbtransparente zum voll-kommen Durchsichtigen; es entstehen
Strukturen, Reliefs, Verwerfungen, Risse, Muster. Akusti-sche
Lichtwechsel sorgen für plötzliche oder allmähliche
Verwandlungen der Klanglandschaften, für Flirren, Reflektionen
und Abschattungen. Dabei driftet die Komposition
zwischen Geräusch und Klang, zwischen künstlichem und natürlichem
Charakter, zwischen gestalteten und ungestalte-ten Momenten.
Mitwirkende: Chor Kamer
Riga unter der Leitung von Maris Sirmais
Drift erhielt den 1. Preis beim Wettbewerb für
musikalische Radiostücke 2000 von Radio Nacio-nal de España
und CDMC Madrid und wurde von der ARD als Beitrag zum Prix Italia
2001 nomi-niert.
Eine Produktion des hessischen
Rundfunks.
Mit freundlicher Unterstützung des elektronischen Studios der TU
Berlin / Folkmar Hein bei der Produktion der 8-Kanal
Raumklangfassung.
Freitag, 25.1.02
Mittwoch, 30.1.02 Nachklang des Hörstück Drift,
jeweils 20.30 Uhr
Der Eintritt zu den
Veranstaltungen ist frei
Das aktuelle Programm wird im Internet unter www.t-u-b-e.de
und im Fließsatz der Tagespresse veröffentlicht.
Programmänderungen vorbehalten.