Grußwortes für das Saisonprogramm der t-u-b-e 2010 „dedicated decade“
Im Juli 2010 wird die „t-u-b-e klanggalerie“ im Einstein 10 Jahre alt. In der vergangenen Dekade hat sie sich international ein Renommee erworben als ein Ort, an dem Klangkunst und elektronische Experimentalmusik erlebt, erfahren und professionell ausgeübt werden können.
Dies ist zum einen dem Initiator Christoph Höfig zu verdanken, zum anderen aber vor allem den beiden Kuratoren Jörg Stelkens und Ulrich Müller, die diesen Ort seit zehn Jahren kontinuierlich höchst fachkundig betreuen. Beide verfolgen die neuesten künstlerischen und technischen Entwicklungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Audio-Performances, radiophonen Kunst und Klanginstallationen und stellen diese hier in München vor. Dabei werden unter anderem besondere Raumklangerlebnisse gestaltet, Internetkonzerte initiiert und immer wieder bei den vielen Gratwanderungen zwischen Musik und Medienkunst neue Ansätze entwickelt und präsentiert. Dadurch bekommt auch die hiesige Szene neue Impulse und Vernetzungsmöglichkeiten.
Dadurch, dass Jörg Stelkens und Ulrich Müller ihre Arbeit als „Suche nach dem perfekten auditiven Augenblick“ begreifen, wird die t-u-b-e zum Labor für Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt, die hier ungestört innovative Ideen ausprobieren können und dazu beitragen, dass dieser Ort lebendig genutzt wird. Darüber hinaus kümmern sich weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit hohem persönlichen Einsatz um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die Technik und leisten damit ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der t-u-b-e.
Bei Ihnen allen – den Kuratoren, dem Mitarbeiterteam und den Kunstschaffenden – möchte ich mich für Ihr großes Engagement bedanken. Ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Erfolg, kreatives Experimentieren und ein zahlreiches neugieriges Publikum
Dr. Hans-Georg Küppers
Kulturreferent

Der in Rotterdam lebende Klang- und Medienkunstler Rutger Zuydervelt steht fur eine Musiker-Generation, die sich durch Home-Made CD-R.s, Konzerttouren und besonderer Internetprasenz ausdrucken. Er arbeitet unter anderem zusammen mit 12k, Type Records, Digitalis, Staalplaat, Steinbruchel, Jasper TX, Wouter van Veldhoven, Aaron Martin, Simon Nabatov, Tim Catlin, Frans de Waard und Peter Broderick.
Obwohl er es sich bei seinen Auftritten zum Programm gemacht hat, nie langer als 20 Minuten die Buhne zu betreten, macht er fur die t-u-b-e eine absolute Ausnahme mit einer Werkschau mit Konzert-Videos, Zuspielungen und einer Live-Performance.
http://www.machinefabriek.nu/

Klänge, die beinahe aus dem Nichts erzeugt werden, aus kleinsten Elementen und ihren filigransten Verästelungen heraus gestaltet. Konkrete Klänge aus der wirklichen Welt werden dabei ebenso Material der vielgestaltigen Laptop-Performances wie synthetische und instrumentale Klänge, die sich zu höchst eigenwilligen Klanglandschaften verdichten.
Helena Goughs live Performances in dunklen Räumen erzeugen ein dichtes und verschlungenes Netz von Verbindungen, das sich ständig verändert, sich entwickelt und wieder zerfällt.
http://www.helenagough.net/

taktlos- das Musikmagazin des Bayerischen Rundfunks und der neuen musikzeitung
jeden ersten Donnerstag im Monat live um 21.03 Uhr auf BR-Klassik – und weltweit gestreamt im Internet.
taktlos versteht sich als ein Studio für die Interpretation dessen, was sich in der Musikkultur verändert. Und es nutzt dazu eine recht traditionelle Vermittlungsform. Provokation, Diskussion, Information und die fundierte Meinung haben nicht ausgedient. Studiogäste und Live-Musik, diesesmal mit dem Duo 48nord sind feste Faktoren, die taktlos-Nachrichten vermitteln zwischen Realität und Real-Satire.
Moderation: Theo Geißler und Marlen Reichert
Redaktion: Meret Forster
Die t-u-b-e präsentiert: „Kompositionen Eva Sindichakis“ in der Konzertreihe „Lautwechsel“ (in der Black Box Gasteig)
Die griechische Pianistin und Komponistin Eva Sindichakis zählt zu den vielseitigsten Erscheinungen in der Neuen Musikszene. „Entweder-Oder“ Dogmen spielen für die 1975 in München geborene griechische Komponistin keine Rolle. Für Eva Sindichakis bedeutet die Auseinandersetzung mit musikalischem Material Grenzüberschreitung. In ihren Werken verbinden sich kontrastierende musikalische Stile, westliche traditionelle Kunstmusik, griechische Volksmusik und überlieferte altgriechische Musikelemente.
Die t-u-b-e präsentiert Eva Sindichakis mit folgenden Werken: „Neues Werk
(UA)“ Für Klavier und Live-Elektronik von Eva Sindichakis und Jan Faszbender,
„Angeloi-Boten (2008-)“ für Klavier solo, „Homo Lumen“ + Animation von
Lydia Möst, „Keplers Raumfahrt (2009)“ für Schlagzeug Klavier und Zuspielung,
Schlagzeug: Thomas Hastreiter.
www.eva-sindichakis.de

“Die Schlagzeug Performances von Aguirre verwenden die vielfältigen Manifestationen des extremen "Metal". Extrem laut - extrem schnell - extrem langsam. Die Videos des Künstlers bedienen sich direkt der legendären experimentell erotischen Filme des japanischen Pinku Eiga Genres.
Jens Brand arbeitet in konzeptuellen Zusammenhängen, wobei es keine Rolle spielt, ob seine Präsentationen als Musik oder Ausstellung verstanden oder verwendet werden. Zentrale Aspekte seiner Arbeit sind die Momente des Wartens, der Leere und des Aufschreckens aus einem unerlaubtem Nickerchen. Ihre fleischige Kompositionstechnik kann man kurz angebraten unter dem Begriff "Neue Musik mit Eiern & Video" subsumieren.”
http://www.jensbrand.com

Kenneth Atchley und John Bischoff werden neue elektronische Solostücke und ihr interaktives Duett "Bell Field" präsentieren. Kenneth Atchleys Solos fokussieren die Arbeit mit digital erzeugten Klangwellen und Fieldrecordings in einer Weise, in der die Erfahrung und Auseinandersetzung mit romantizistischen Tendenzen eingebunden ist.
In den drei neuen Stücken von John Bischoff wird das akustische Timing
der Performers zum musikalischen Ausgangspunkt und Material, das auf der
digitalen Ebene vielfältigen Transformationen unterzogen wird.
http://www.katch.com/
http://www.johnbischoff.com/

Wenn sich zwei Klangkünstler auf gleicher „Ohrenhöhe“ treffen können, dann ist das die Australierin Ros Bandt und Johannes S. Sistermanns.
Zu Sistermanns besteht von Seiten der t-u-b-e aus ein lang gepflegter Kontakt, der diese einzigartige interkulturelle Performance möglich macht: Es geht um Identifikations-Shifts und um Cross-kulturelle Beeinflussungen – mit roter und blauer Farbe in den Haaren wird gezeichnet, ‚geräuscht„, mit Papier, Tonabnehmern, elektroakustische Surround-Verstärkung, illuminierten Partituren oder digitalen Fotos gearbeitet. Kurz - eine mit hohem Körpereinsatz gegebene „installation and live action sound painting performance“!
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www.sistermanns.eu
www.rosbandt.com

10 Jahre t-u-b-e Party mit Markus Muench (t-u-b-e Kompositionsauftrag), Eduardo Navarro (Video), und „Die Sonografen“ (Surround Video + DJ)
Genau vor 10 Jahren, am 1.7.2000, eröffnete die t-u-b-e in München! Dies
soll gefeiert werden – und zwar mit einer Präsentation des ersten t-u-b-e
Kompositionsauftrages an den Münchener Komponisten Markus Muench „Anybody
Out There“? (8 Kanal Mix), einer umwerfenden Surround-Video+Audio Performance
der „Sonografen“ (Friedemann Dähn - Sound, Kurt Laurenz Theinert - Video)
und einer gepflegten Visual&Klang-Party (VJs + DJs: Sonografen) mit
kleinem Umtrunk.
Dies ist eine herzliche Einladung des t-u-b-e Teams an alle „t-u-b-e Stammgäste“
und alle „t-u-b-e Künstler“ und überhaupt an alle, die sich für die Kunst
am Klang in München interessieren, stark gemacht haben und weiterhin stark
machen werden!
www.markusmuench.com
Der Eintritt zu den Veranstaltungen der t-u-b-e ist frei.
Das aktuelle Programm wird im Internet unter www.t-u-b-e.de und im Fließsatz
der Tagespresse veröffentlicht.
Programmänderungen vorbehalten.